In 5 Schritten aus der emotionalen Abhängigkeit aussteigen!

In 5 Schritten aus der emotionalen Abhängigkeit aussteigen!

17. März 2020 Aus Von checkdasmal
Werbung

Fühlst du dich momentan wie in einer Hölle? Fühlt sich alles dunkel an? Stehst du unter permanentem Druck aufgrund deiner Partnerschaft, in der du dich befindest? Sieht alles hoffnungslos aus und du weißt nicht, wie du aus diesem Teufelskreis raus kommst? Du kannst von deinem Partner nicht loslassen, aber siehst auch keine Perspektive für Veränderung?

Du bist damit nicht alleine! Aber es ist dringend Zeit, dass du deine Augen öffnest und von oben auf die Situation schaust. Vielleicht steckst du gerade in einer Co-Abhängigkeit mit oder von deinem Partner oder du bist emotional abhängig von deinem gegenwärtigen Partner, ohne dir dessen (noch) bewusst zu sein.

Werbung

Du steckst fest! Es ist Zeit, jetzt sehr ehrlich zu dir zu sein. Vertraue dir! Lass dich nicht durch Freunde oder Bekannte beeinflussen, dass das schon alles wieder wird, wenn nur du dich weiter verbiegst, sondern höre nach innen und gehe dann die richtigen Schritte.

Lass dir gleich vorneweg gesagt sein: Du kannst es schaffen, deine emotionale Abhängigkeit zu überwinden und aus Co-Abhängigkeiten konsequent auszusteigen. Konzentriere dich nun mehr denn je auf dich Selbst und gehe anhand der 5 Schritte durch einen Prozess der Verwandlung, Veränderung zurück zu dir Selbst, deiner Eigenverantwortung, und steige aus der Rolle des Opfers endgültig aus.

Du wirst erst einmal tief durchatmen müssen, wenn du durch die Schritte gehst, wirst vielleicht noch einmal die Angst spüren, wenn dein Partner und dein Umfeld auf deine Veränderungen reagiert, aber es lohnt sich: Du kommst dem näher, für das du hier auf Erden angetreten bist. Und das ist ein selbstbestimmter, selbst-bewusster Mensch zu sein, der glücklich und in Frieden sich ins Spiel des Lebens einbringen soll und darf.

Habe (wieder) Mut!

1. Sei ehrlich zu dir selbst! – Benenne deine Abhängigkeit (Eingestehen)!

Veränderung beginnt dann, wenn wir uns dessen bewusst werden, was vor sich geht. Also der perfekte Punkt, an dem du jetzt stehst. Du erkennst: Irgendetwas läuft schief.
Dein Leben, was noch vor der Beziehung und zu Beginn der Beziehung leicht und frei erschien, ist jetzt eine Folter. Du hast Ängste, die es vorher nicht gab und das dauerhaft. Hier ist etwas ins Ungleichgewicht gekommen. Sieh es dir genau an. Wenn du bei allem gerade innerlich genickt hast, dann beginne ehrlich zu dir zu sein und gestehe dir ein, dass du durch deine Entscheidung in diese Beziehung zu treten, dir eine innere emotionale Abhängigkeit erschaffen hast. Du bist hinein gekommen, also kommst du auch wieder heraus. Aber es braucht mehr Kraftanstrenung als du denkst, den Weg zurück zu gehen, wenn du sogar schon selbst Schuldgefühle entwickelt hast, weil du aufgrund von Druck Gegendruck erzeugt hast in Form von aggresiven Ausbrüchen oder körperlichen Übergriffen, von denen du nie gedacht hättest, das sie möglich sind. (Wir sprechen hier von Übergriffen aufgrund von Hoffnungslosigkeit, nicht aufgrund von dämonsicher Freude.)
Schau dir genau an, was seit dem Eintritt in deine Partnerschaft mit dir und dieser alles passiert ist, und beginne dir einzugestehen, dass es aufgrund einer Hoffnung, einer Sehnsucht geschehen ist nach Nähe und Bedürftigkeit. Hier liegt der Schlüssel für die Veränderung und den Weg zurück.
Nähe und Verbundenheit spüren und Bedürfnis-Stillen beginnt in dir selbst und kann nicht durch eine Partnerschaft gestillt werden. Gestehe dir ein, dass du nun beginnst, dich gut um dich selbst zu kümmern und dir das zu geben, was dich wieder in eine emotionale Stabilität zurückbringt, die dir ganz entspricht und in der du ein permanentes Wohlgefühl erzeugt. Alles andere hast du nicht verdient. Denk daran, die ganze Zeit, in der du auf dem Weg bist, deine emotionale Abhängigkeit zu überwinden.

Eingestehen heißt Abhängigkeit überwinden: Du hast das Recht, dich wieder aufzubauen, zu mehr Souveränität und Selbstständigkeit zu finden.

Neben mangelndem eigenen Selbstbewusstsein kann auch fehlendes Wissen über Krankheitsbilder (Alkoholismus, Drogen, Spielsucht beim Partner) der Auslöser für die Hölle, in der du dich gerade befindest sein. Das ist nicht schlimm, aber lass dir hier gesagt sein, es ist nicht sinnreich, wenn du versuchst den anderen zu retten anstelle dich selbst. Der Andere kann sich nur selbst ändern, so wie du auch. Und eine Co-Abhängigkeit kann entstehen, wenn du genau das versuchst: einen Abhängigen zu retten.
Merke dir ab heute: Du kannst nur dich selbst retten, nicht den anderen!!!
In einer Co-Abhängigkeit ist in jedem Fall erst einmal Abstand und Ausstieg gefragt, um wieder zurück in Eigenständigkeit und Unabhängigkeit zu finden. Bei mangelndem Selbstwert (oder -Bewusstsein) ist die gute Nachricht: Du kannst daran arbeiten, musst es nur wollen.
In beiden Fällen benötigst du aber Zeit, Disziplin und Ausdauer und immer wieder den Fokus: Liebe ich mich selbst? Verneinst du es noch, schreibe dir auf, wann du dich wieder lieben könntest, du wirst die Antworten darin finden, die zur Veränderung führen. Stehe auf und erkenne, dass du dich in emotionaler Abhängigkeit befindest.

Es ist wichtig zurück zu dem zu finden, was dich wirklich glücklich macht und nicht in der Hoffnung zu leben, der andere könne es für dich erschaffen.

2. Befreiung aus dem Gefängnis – Abhängigkeit überwinden; der Anfang!

Sich aus seinem eigens geschaffenen Gefängnis zu befreien ist der Anfang zurück in ein helleres und leichteres Leben. Doch auszusteigen ist kein Zuckerschlecken. Du hast lange die Bedürfnisse deines Partners vor deine eigenen gestellt. Oder du hast dich zu einem Opfer der Situation gemacht. Bleibst du in der Opferrolle, also in diesem Gefängnis, wirst du immer ein Leben voller Hindernisse und Blockaden führen.

Hinterfrage deine Beziehung. Was benötigst du, um ein glückliches und leichtes Leben zu führen. Äußere deine Bedürfnisse. Überprüfe ganz genau, was dir wichtig ist und für was du angetreten bist im Leben. Sollte dein Partner diese Selbstüberprüfung auch ehrlich mit sich meistern, kann es zu einer Beziehung auf Augenhöhe führen. Doch bitte Vorsicht bei Menschen mit Abhängigkeiten (Alkoholsucht, Drogen-, Cannabis- und Tabaksucht, übermäßigem Kiffen, Spielsucht etc.). Hier solltest du dir immer im Klaren sein, dass sie auch durch andere Kräfte angetrieben sind und nicht frei agieren können. Sollten sich deine Werte innerhalb der Beziehung zu sehr von deinem Ideal entfernt haben, ist in jedem Fall ein komplettes und konsequentes Aussteigen angezeigt.

Auch wenn du bemerkst, dass du dich immer hinten anstellst mit deinen Bedürfnissen und davon abhängig bist, aufgrund eines gewünschten Verhaltens deinerseits ein Stück Nähe zu erhaschen ist Vorsicht angezeigt. Dann befindest du dich bereits tief in einer emotionalen Abhängigkeit. Eine solche emotionale Abhängigkeit zu überwinden, kostet den Schritt vor die Tür. Das heißt, der komplette Ausstieg aus einer Beziehung, um sich wieder ganz bewusst zu sein, was für einen selbst wichtig ist und auch dies wieder in Angriff zu nehmen. In einer Liebes-Beziehung sollte ein natürliches Gleichgewicht vorherrschen und ein Agieren auf Augenhöhe stattfinden. Alles andere sind abhängige Beziehungen und somit nichts Gesundes.

3. Das passende Coaching finden – die richtige Hilfe suchen – Fachkräfte zu Rat ziehen!

Gerade weil du in einer festen Situation eingefahren bist und die Situation nicht mehr von außen betrachten kannst, ist es an der Zeit auf professionelle Hilfe zurückzugreifen. Jedes Coaching, jegliche psychotherapeutische, psychologische oder alternative Begleitung durch eine ausgebildete Fachkraft gibt dir die Möglichkeit, Ballast abzuwerfen, dich neu zu fokussieren und frische Kraft zu sammeln.
Selbst wenn du schon die Entscheidung getroffen hast, aus der Beziehung oder Abhängigkeit auszusteigen, ist es noch ein weiter Weg das Leben wieder so in die Hand zu nehmen, dass du eigenverantwortlich deine Ziele umsetzen und frei agieren kannst.
Loslassen, Abgeben und neu ausrichten sind wichtige Säulen, die am besten in Begleitung stattfinden sollten.
Hast du bereits nach mehreren Einheiten das Gefühl, dass du dich freier, leichter und glücklicher fühlst, bist du auf dem richtigen Weg.
Wichtig ist dabei zu hinterfragen, welche Art von Begleitung stimmig ist. Am besten beginnst du gleich hier mit der Überprüfung deiner Werte, so kann die Unterstützungszeit nicht nur zu einer Neugewinnung von mehr Selbstwert und Selbstbewusstsein führen, sondern auch zu einem Wachstum deiner Persönlichkeit im Ganzen. Hinter jeder scheinbar furchtbaren Situation liegt ein verborgener Schatz.
Hast du selbst den Blick aufgrund der erschaffenen Hölle verloren, suche dir eine Fachkraft, einen Therapeuten oder Coach, der dich dabei unterstützt die Chance dahinter zu sehen und Wege zu erarbeiten, wie du in eine neue Freiheit und Unabhängigkeit zurückkehrst und eine emotionale Stabilität aufbaust.

4.Vertraue deinem Bauch, weniger deinem Kopf

Damit ist nicht gemeint analytisches Denken komplett über den Haufen zu werfen, sondern vielmehr negative Gedankenschleifen beobachten zu lernen und sich mehr mit positiven Glaubenssätzen aufzuladen oder mit Menschen zu umgeben, die die Stärkung deines Selbstwertes unterstützen. Manchmal schwirren uns im Kopf Glaubenssätze herum, wie: Das bin ich nicht wert! Das krieg ich nie hin! Das kann ich doch gar nicht alleine! Das habe ich nicht verdient etc.
Sie aufzudecken und als störende Begrenzungen zu erkennen ist ein sehr wichtiger Schritt.
Folge den Impulsen, die dir guttun. Mehre in dir Glaubenssätze wie: Das habe ich verdient! Das bin ich wert! Ich liebe mich! Ich schaffe das! Wenn die Haltung zu dir selbst sich beginnt zu ändern, verändert sich auch das Verhalten der Menschen um dich herum zu dir. Das wird auch deinem Partner nicht verborgen bleiben und er wird sich neu ausrichten. Solltest du inzwischen aus einer krankhaften Beziehung ausgestiegen sein, bleibe standhaft, um jeden Preis! Erinnere dich an die Hölle und fühle, wie du vielmehr jetzt in einem friedlicheren und selbstbestimmteren Leben angekommen bist.

Mehre Dankbarkeit und vertraue darauf, dass dadurch auch noch mehr an Fülle, Kraft und Frieden in dein Leben (zurück) findet. Manchmal ist unser Kopf ein schlechter Berater, wenn wir uns nicht über die Frequenzen (Gedankenmuster, die wir tagtäglich rauschen lassen) bewusst sind. Da ist es sinnvoll einmal das Kopf-Radio abzustellen oder ihm ohne Wertung zuzuhören, bis es stiller wird oder neue Radiowellen zu wählen.

5. Ein gesunder Partner auf Augenhöhe wird deine neuen Verhaltensmuster gut heißen

Herzlichen Glückwunsch: Du bist weit gekommen. Jetzt ist es Zeit dir die Anerkennung zu geben, die du vorher von deinem Partner erwartet hast zu bekommen. Stelle dich an erste Stelle. Es ist ganz selbstverständlich eigene Hobbys, Interessen oder Freunde zu haben.

Es ist unsere Aufgabe im Leben eine Selbstakzeptanz und Selbstliebe zu uns aufzubauen.
Und es ist nicht schlimm, mal kurz (oder länger) vom Weg abgekommen zu sein. Viel schlimmer wäre es, es zu wissen, und trotzdem nicht zu handeln.
Bist du noch in deiner Beziehung, verstärke die Gespräche, wenn es darum geht, auch eigene Wege zu gehen und Dinge zu tun, die dir guttun. Erzähle von deinen Ängsten, nicht frei zu sein. Ein verständnisvoller und gesunder Partner, der dich liebt, wird dich dabei unterstützen dich aus einer Abhängigkeit zu befreien und deinen eigenen Selbstwert stärken. Löst es Aggressionen und Abwehr bis hin zu Härte bei deinem Gegenüber aus, ist es dringend Zeit die Beziehung auf Liebe zu hinterfragen.

Hier kann es sich wirklich um eine Beziehung aus Abhängigkeit handeln. Beziehungen aus Abhängigkeit sind nicht gesund und helfen dir nicht zu dem zurückzufinden, der du bist.
Du hast das Recht, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, indem du dich akzeptierst, wie du bist!

Werbung